FAQ

Was ist der Lebensqualitätsindex?

Natur und Erholungsräume, Bildungsangebot, sozialer Zusammenhalt oder auch das Wetter sind nur einige Faktoren, die die Lebensqualität ausmachen. Der Lebensqualitätsindex zeigt das Bild der Schweizer Gemeinden und Städte aus Sicht deren Einwohnerinnen und Einwohner. Diese erhalten durch die Plattform die Möglichkeit, die Behörden anonym darauf hinzuweisen, was ihnen wichtig ist und wie zufrieden sie mit der Lebensqualität in ihrer Wohngemeinde sind. Mit diesen subjektiven Einschätzungen werden objektive Kennzahlen verrechnet, beide zusammen münden in eine Gesamtbewertung.

Wie funktioniert der Lebensqualitätsindex?

Auf www.solebtdieschweiz.ch befinden sich ein Fragenkatalog sowie ein interaktives Raster zur Gewichtung verschiedener Themen. Beides zusammen ergibt einen individuellen Durchschnittswert sowie eine persönliche Rangliste der Schweizer Gemeinden, ergänzt um grundlegende Kennzahlen der einzelnen Orte.

Was nützt der Lebensqualitätsindex?

Den Einwohnerinnen und Einwohnern indem sie potenzielle Wohngemeinden vergleichen und den Dialog zur Lebensqualität in der Gemeinde über die eigene Einschätzung anregen können.
Den Gemeindebehörden indem sie durch das gesammelte Feedback ein Bild der aktuellen Stimmungslage der Einwohnerinnen und Einwohner gewinnen, in den Austausch mit ihnen treten und sich mit anderen Gemeinden vergleichen können sowie durch detaillierte Analysen vertiefte Einblicke erhalten.

Wie können die Einwohnerinnen und Einwohner am Lebensqualitätsindex beteiligt werden?

Der Erfolg des Lebensqualitätsindexes hängt ganz wesentlich davon ab, wie viele Einwohnerinnen und Einwohner in den Gemeinden mitmachen. Im Folgenden unterbreitet die Projektleitung Vorschläge, wie das Instrument in der Gemeinde bekanntgemacht, eingeführt und darüber hinaus für die Diskussion über die Lebensqualität in der Gemeinde genutzt werden kann. In Anlehnung an gängige Modelle von Partizipationsstufen empfehlen sich folgende Massnahmen: Durch Information über Medien mittels Artikeln im Gemeindeblatt, Pressemitteilungen an lokale Medien, einer Ankündigung auf der Gemeinde-Website und -Social Media Accounts, Kleinplakaten in öffentlichen Gebäuden, Läden und Restaurants sowie Tischsets und Bierdeckeln in örtlichen Restaurants. Durch Events wie die Vorstellung und Einführung in oder im Anschluss an Gemeindeversammlungen, an Altersnachmittagen, Sportveranstaltungen sowie an Samstagvormittagen vor Einkaufszentren. Durch Soziale Netze, Peers und Schlüsselpersonen mittels Vorstellung in Vereinen, Schulen, Kirchen, «Botschafter-Gruppen» mit Jugendlichen (Jugendarbeit, Schule, Vereine), Älteren, Migrantinnen und Migranten oder Eltern, im Ort bekannten Persönlichkeiten, sowie Anbieten von Artikeln/Hinweistexten für Facebook-Fanseiten, Vereinswebsites, -blogs usw. Durch umfassendere Aktionen und Prozesse zur Lebensqualität, in welchen Kontakte und Diskussionen genutzt werden, die durch die Website geschaffen wurden – beispielsweise Dorf oder Quartierspaziergänge zur Lebensqualitäts-Diskussion, Übertrag des Lebensqualitäts-Fragekatalogs in die Gemeindekarte, Jekami-Ausstellung mit Bildern, Fotos, Texten etc. zur Lebensqualität.

Wer steht hinter dem Lebensqualitätsindex?

Der Lebensqualitätsindex ist ein angewandtes Forschungsprojekt der Fachhochschule St.Gallen und wurde von der Gebert Rüf Stiftung finanziert und unterstützt. Es stellt ein Pionierprojekt im Zusammenhang mit der Erhebung der Lebensqualität in Schweizer Gemeinden dar, da es subjektive Daten der persönlichen Einschätzung von Einwohnerinnen und Einwohner mit statistischen Daten kombiniert. Das resultierende, differenzierte Stimmungsbild der Lebensqualität in den Schweizer Gemeinden erlaubt mittels persönlicher Gewichtung einzelner Themen einen Vergleich und damit eine Rangierung aller bewerteten Gemeinden.

Federführend in der Konzipierung und Entwicklung dieser Plattform zur Lebensqualität ist das Institut für Innovation, Design und Engineering (IDEE-FHS) der FHS St.Gallen. Das IDEE-FHS ist ein etablierter Partner in der Ostschweiz für Unternehmen und Organisationen zur Entwicklung kreativer, unkonventioneller Lösungen in dem klassische Management- und Entwicklungsprozesse um designgetriebene Elemente ergänzt werden. Gemeinsam mit ihren Kunden werden nachhaltige Entscheidungsgrundlagen im Spannungsfeld zwischen technischer Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Begehrlichkeit erarbeitet.

Als Forschungspartner ist das Institut für Soziale Arbeit (IFSA-FHS) der FHS St.Gallen im Projekt involviert. Als Kompetenzplattform für Soziale Arbeit bietet das IFSA-FHS ein umfangreiches Leistungsspektrum für unterschiedliche Praxisfelder an. Das interdisziplinäre Team greift auf eine langjährige Expertise in den Themenfeldern Generationen, Soziale Räume sowie Professionsentwicklung der Sozialen Arbeit zurück.

Zusätzlich zu den beiden Forschungsinstituten bringen die drei St.Galler Gemeinden Rapperswil-Jona, Uzwil und Steinach ihr Wissen als Praxispartner in das Projekt ein.

Woher stammen die gemeindespezifischen Daten?

Sämtliche auf der Plattform verwendete statistische Daten und Gemeindebezeichnungen stammen aus öffentlich zugänglichen Datensätzen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sowie der Schweizerischen Post AG. Aktuell werden die Daten aus dem Jahr 2014 verwendet wobei auch Gemeindefusionen bis 2014 berücksichtigt worden sind. Die Kurzbeschreibungen der Gemeinden werden von der Seite de.wikipedia.org eingelesen.